Ein Hauch von Oktober

Olbern­hau: Für alle Wet­ter­in­ter­es­sier­ten hat der Olbern­hau­er Hob­by­me­teo­ro­lo­ge Dirk Chris­toph für die Leser des ERZGEBIRGE KURIER das Wet­ter des Monats Juni ana­ly­siert. Aber lesen Sie selbst:

Den auf Grund der anhal­ten­den Tro­cken­heit im Früh­jahr benö­tig­ten Land­re­gen gab es auch im Juni nicht. Dafür, wie schon im Mai, sehr regio­nal mit­un­ter unwet­ter­ar­ti­ge Gewit­ter mit gro­ßen Regen­men­gen in sehr kur­zer Zeit. Am 1. Juni blie­ben dabei auch Tei­le von Olbern­hau nicht ver­schont. An mei­ner Mess­sta­ti­on kam mit 51 Litern pro Qua­drat­me­ter deut­lich mehr Was­ser vom Him­mel als im gesam­ten Monat Mai. Der Groß­teil ergoss sich bin­nen 40 Minu­ten als Stark­re­gen der kurz­zei­tig mit Hagel ver­mischt war. Den letz­ten Regen die­ser Dimen­si­on in so kur­zer Zeit gab es vor elf Jah­ren, am 22. Mai 2007.

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Mai – Frühling im Schnelldurchlauf

Olbern­hau: Über die hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren in den zurück­lie­gen­den Wochen wer­den sich wohl die wenigs­ten beschwe­ren. Wie der Monat Mai aus meteo­ro­lo­gi­scher Sicht zu bewer­ten ist, hat Olbern­haus Wet­ter­frosch, Dirk Chris­toph, für die Leser des ERZGEBIRGE KURIER zusam­men­ge­fasst.

Früh­blü­her schon vor den Eis­hei­li­gen (11. bis 14. Mai) ins Freie pflan­zen, oder lie­ber abwar­ten? In die­sem Jahr stell­te das kein Pro­blem dar. Die kal­ten Gesel­len fan­den sich nicht so rich­tig ein, denn mit genau Null Grad am Boden und 1,4 Grad in zwei Metern Höhe gab es bereits am 6. Mai die Monats­tiefst­tem­pe­ra­tur. Danach war Frost abso­lut kein The­ma mehr. Die Natur setz­te ihren Frühlings-Schnelldurchlauf fort, den sie im Rekord-Monat April begon­nen hat­te. Die Son­ne heiz­te schon in der ers­ten Mai-Dekade tage­wei­se teils über 14 Stun­den kräf­tig ein. Das pro­vo­zier­te am 9. und 10. Mai die ers­ten Gewit­ter. Der dabei gefal­le­ne und drin­gend benö­tig­te Regen hielt sich aber mit Men­gen unter zwei Liter pro Qua­drat­me­ter sehr in Gren­zen. Und das setz­te sich den gesam­ten Monat über auch so fort. Es gab zwar für einen Mai mit zehn Gewit­ter­ta­gen über­pro­por­tio­nal vie­le, doch eben auch nur zehn Nie­der­schlags­ta­ge, die nur 42 Pro­zent der monats­üb­li­chen Men­ge brach­ten. Loka­le Unwet­ter mit hohen Regen­men­gen ver­schon­ten die Regi­on.

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Wärmster April seit 1881

Olbern­hau: Rück­bli­ckend auf den April des Vor­jah­res, der die käl­tes­te zwei­te April­hälf­te seit 37 Jah­ren fabri­zier­te, blieb die Hoff­nung, dass es ja kaum schlim­mer kom­men konn­te, beginnt der Olbern­hau­er Hob­by­me­teo­ro­lo­ge, Dirk Chris­toph, sei­ne Rück­schau für den vier­ten Monat des Jah­res 2018.

Der Start, Oster­sonn­tag und -mon­tag (1. und 2. April), ver­lief zwar nicht gera­de opti­mal, mit Boden­frost am Mor­gen und ver­hal­te­nen Tages­wer­ten. Doch mit Fort­schrei­ten des Monats kam der Früh­ling immer mehr in Schwung. Wäh­rend einer acht­tä­gi­gen Tro­cken­pha­se vom 6. bis 13. April gelang es bereits das ers­te Mal, die 20-Grad-Marke zu kna­cken. Doch auch Feld und Gar­ten wur­de anschlie­ßend nicht ver­ges­sen. Ein Land­re­gen am 16. April mit 25 Litern pro Qua­drat­me­ter in etwas mehr als zwölf Stun­den been­de­te vor­über­ge­hend die Tro­cken­heit.

Die zwei­te Monats­hälf­te mach­te nicht mit Früh­ling son­dern mit Früh­som­mer wei­ter. Tage­lang wol­ken­lo­ser Him­mel in Zusam­men­hang mit Zufuhr war­mer und tro­cke­ner Luft aus Nord­afri­ka, inklu­si­ve Saha­ra­sand, brach­ten auch der Regi­on neue Rekor­de. Elf Tage über 20 Grad gab es in einem Monat April noch nie in der vier­zig­jäh­ri­gen Olbern­hau­er Wet­ter­chro­nik. Glei­ches trifft auf den frü­hes­ten Som­mer­tag zu, der am 20. April mit 25,9 Grad regis­triert wur­de. Die Höchst­tem­pe­ra­tur der zwei­ten Monats­hälf­te lag im Mit­tel auf dem Niveau von Anfang Juni! Somit ver­wun­dert es letzt­lich nicht, dass nach Anga­ben des Deut­schen Wet­ter­diens­tes der April auch deutsch­land­weit der wärms­te seit Auf­zeich­nungs­be­ginn 1881 war. In Olbern­hau lag das Mit­tel um legen­dä­re 5,3 Grad über dem 30-jährigen Durch­schnitt. Doch auch die Son­nen­schein­dau­er von 232 Stun­den, was 183 Pro­zent ent­spricht, hat­te am über­pro­por­tio­na­len Abschnei­den des April 2018 gro­ßen Anteil. Einer von fünf Stark­wind­ta­gen der Wind­stär­ke sechs sorg­te am Monats­letz­ten zur Ver­brei­tung der extre­men Schwa­den von Fich­ten­pol­len, die den nicht zu über­se­hen­den gel­ben Staub hin­ter­lie­ßen.

EK-Red.

März geizte mit Frühling

Olbern­hau: Die Ende Febru­ar begon­ne­ne kräf­ti­ge Käl­te­pe­ri­ode ver­ließ Anfang März nur all­mäh­lich die Kraft, beginnt der Olbern­hau­er Hob­by­me­teo­ro­lo­ge Dirk Chris­toph sei­nen Wetter-Rückblick für den Monat März.

Am 1. März stan­den mor­gens erneut minus 13 Grad auf dem Ther­mo­me­ter, was wie­der­um stren­ger Frost bedeu­te­te. Auch tags­über blieb es an den ers­ten drei Tagen noch durch­ge­hend fros­tig und in der Nacht zum 7. März fie­len 6 Zen­ti­me­ter Schnee. Erst Rich­tung Wech­sel zur zwei­ten Monats­de­ka­de schien der Kno­ten geplatzt zu sein. Am 10. und 11. März konn­te mit 14 Grad fast schon Früh­lings­luft geschnup­pert wer­den.

Der mit 19 Litern pro Qua­drat­me­ter bis­her nie­der­schlag­reichs­te Tag des Jah­res, der 12. März, spül­te offen­bar die letz­ten Res­te des Win­ters hin­weg. Doch das war zu früh gefreut.

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Februar glänzte mit fantastischer Sonnenscheinbilanz

Olbern­hau: In den zurück­lie­gen­den 40 Jah­ren ver­ging in Olbern­hau kein Win­ter, in dem die Nacht­tem­pe­ra­tur nicht wenigs­tens ein­mal in den Bereich des stren­gen Fros­tes, das heißt unter minus zehn Grad, abge­sun­ken ist. Bis Ende Janu­ar hat­te dies die aktu­el­le Win­ter­sai­son noch nicht geschafft.

So rich­tig kna­ckig kalt begann auch der Febru­ar nicht. Am 3. Febru­ar hin­ter­lie­ßen ein paar Schnee­schau­er zunächst ein­mal eine hauch­dün­ne Schnee­de­cke von einem Zen­ti­me­ter. Das war die größ­te Aus­beu­te an win­ter­li­chem Weiß. Es kam den gesam­ten Monat über weder etwas Mess­ba­res dazu, noch ver­schwan­den im Schat­ten die letz­ten Fle­cke. Der Grund: Die Wet­ter­la­ge stell­te sich mehr und mehr auf tro­cke­ne Fest­lands­kalt­luft um. Schon am 6. Febru­ar mor­gens gab es den ers­ten stren­gen Frost des Win­ters mit minus 11,1 Grad. Obwohl alle 28 Näch­te des Monats fros­tig ver­lie­fen, was zuletzt der Febru­ar 2003 schaff­te, soll­te die gro­ße Käl­te­wel­le noch fol­gen. Immer­hin blie­ben die Tages­höchst­tem­pe­ra­tu­ren wäh­rend der ers­ten bei­den Deka­den fast aus­nahms­los im posi­ti­ven Bereich. Als jedoch das mäch­ti­ge Hoch Hart­mut über Nord­west­russ­land eisi­ge Luft aus Sibi­ri­en in die Regi­on lenk­te, sack­ten auch am Tage die Wer­te deut­lich unter Null. An zwei Tagen stie­gen die Wer­te nicht über minus 8 Grad, dazu weh­te eisi­ger Nord­ost­wind. In sie­ben Näch­ten in Fol­ge sank das Ther­mo­me­ter in den stren­gen Frost­be­reich und gip­fel­te mit minus 17,5 Grad am letz­ten Tag des Monats.

Stren­ge Käl­te­pe­ri­oden im Febru­ar sind nicht unge­wöhn­lich, die letz­te gab es im Jah­re 2012 mit bis zu minus 24,5 Grad. Um aber eine so kna­ckig kal­te letz­te Monats­de­ka­de zu fin­den, muss man schon bis 1986 zurück­blät­tern. Dafür leg­te der mit nur 8,8 Litern pro Qua­drat­me­ter sehr tro­cke­ne Febru­ar eine fan­tas­ti­sche Son­nen­schein­bi­lanz hin. Mit 118 Stun­den über­traf er sogar die drei Mona­te Novem­ber, Dezem­ber und Janu­ar zusam­men.

D. Chris­toph

Januar zu warm und windig

Olbern­hau: Nach einem rekord­ver­däch­ti­gen Jah­res­wech­sel mit 8 Grad um Mit­ter­nacht tra­ten die Tem­pe­ra­tu­ren Anfang des Monats Janu­ar nur sehr lang­sam den Rück­zug an. So über­stand die ers­te Deka­de sogar die Näch­te völ­lig ohne Frost. Die­ser trat tags­über den gan­zen Monat über nur an vier Tagen auf. So ver­wun­dert es nicht, dass es bis Monats­mit­te auch zu kei­ner­lei Schnee­fall kam. Erst am Abend des 17. Janu­ar sorg­te kräf­ti­ger Schnee­fall für eine 11 Zen­ti­me­ter dicke Schnee­de­cke bis zum nächs­ten Mor­gen. Bis zu 5 Grad Wär­me lie­ßen am dar­auf fol­gen­den Tag nur wenig übrig. Somit konn­te an die­sem 18. Janu­ar der auf­fri­schen­de Wind des nahen­den Stur­mes auch nicht mehr viel ver­we­hen.

Auf den Tag genau, nach­dem Orkan Kyrill vor elf Jah­ren gewü­tet hat­te, zog mit Sturm­tief Frie­de­ri­ke erneut ein fol­gen­schwe­rer Sturm über die Regi­on. Dies­mal waren es nur weni­ge Stun­den, den­noch tra­ten am Abend selbst im Tal der Flöha Böen bis Wind­stär­ke 9 auf. Auf der Rück­sei­te die­ses Stur­mes floss vor­über­ge­hend etwas küh­le­re, aber auch feuch­te Luft her­an. Somit schnei­te es am Nach­mit­tag des 19. und in der Fol­genacht teils recht kräf­tig. Mit 19 Zen­ti­me­tern kam die größ­te Schnee­hö­he des Win­ters bis­her zustan­de. Die­se hielt aber nur bis 24. Janu­ar. Bis zu 10 Grad am Tage lie­ßen der wei­ßen Pracht kei­ne Chan­ce.

Dass der Janu­ar im Monats­mit­tel mit 3,9 Grad viel zu warm abschließt, ist die eine Sei­te. Gegen­über dem bit­ter­kal­ten Janu­ar des ver­gan­ge­nen Jah­res bedeu­tet das sogar eine erstaun­li­che Tem­pe­ra­tur­dif­fe­renz von 7 Grad. Er war aber auch über­pro­por­tio­nal win­dig. Zwölf Stark­wind­ta­ge mit Wind­stär­ke 6, zwei davon sogar Sturm­ta­ge mit Stär­ke 8 bzw. 9 ver­deut­li­chen dies.

D. Chris­toph

Meteorologischer Jahresrückblick 2017

Olbern­hau: In sei­nem meteo­ro­lo­gi­schen Rück­blick lässt der Olbern­hau­er Wet­ter­frosch, Dirk Chris­toph, das Jahr noch ein­mal Revue pas­sie­ren. Aber lesen Sie selbst.

Der Janu­ar zeig­te wie­der ein­mal, was rich­ti­ger Win­ter ist. Nach einem Dezem­ber ohne Schnee häuf­te der Janu­ar bis Monats­mit­te 65 Zen­ti­me­ter Schnee an, so viel wie zuletzt vor 15 Jah­ren. Zudem wur­de es in den Näch­ten bit­ter kalt. Neun­mal sank die Tem­pe­ra­tur unter minus 10 Grad. Der tiefs­te Wert wur­de am 7. Janu­ar mit minus 18,6 Grad gemes­sen. Direkt über Schnee sogar minus 26 Grad. Ins­ge­samt schloss der Monat 3,1 Grad käl­ter ab als nor­mal und war somit der käl­tes­te Janu­ar seit 2010. Viel Son­nen­schein sorg­te nach Monats­mit­te für eine Winter-Märchenlandschaft.

Ein Schnee­zu­wachs fand im Febru­ar nicht mehr statt. Anfangs fast aus­nahms­los fros­ti­ge Näch­te lie­ßen den tags­über leicht ange­tau­ten Schnee stark verhar­schen. Gegen die­sen beton­har­ten Schnee konn­ten auch leich­te Plus­gra­de am Tag zunächst nichts aus­rich­ten, zumal sich die Son­ne nur sel­ten zeig­te. Frost­freie Näch­te und Regen lie­ßen dem Schnee schließ­lich kei­ne Chan­ce. Am 21. Febru­ar war der Win­ter in punk­to Schnee Geschich­te. Ins­ge­samt fiel der Monat 2,5 Grad zu warm und zu tro­cken aus.

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Dezember – Wärmster Silvestertag seit 40 Jahren

Olbern­hau: Dem zumin­dest gefühlt sehr wech­sel­haf­ten Wet­ter­cha­rak­ter des gesam­ten Jah­res blieb auch der Dezem­ber treu. Vier­mal ver­such­te der Win­ter das Zep­ter in die Hand zu neh­men. Vier­mal muss­te er sich nach weni­gen Tagen geschla­gen geben. Zumin­dest in den unte­ren Gebirgs­la­gen um Olbern­hau. Tief­druck­ge­bie­te, die wie an einem Band gezo­gen im Wech­sel mal etwas käl­te­re und anschlie­ßend mil­de­re Luft her­an­führ­ten, bestimm­ten das Gesche­hen.

Nach küh­lem Monats­start, der am 3. Dezem­ber mit einer Tages­höchst­tem­pe­ra­tur von minus 1,2 Grad Cel­si­us im ers­ten Eis­tag der Win­ter­sai­son gip­fel­te, lagen am fol­gen­den Mor­gen zwei Zen­ti­me­ter Schnee. Kräf­ti­ge Schau­er wäh­rend zwei­er frost­frei­er Näch­te spül­ten die­ses dün­ne Weiß umge­hend weg. Ein paar Tage spä­ter (9. bis 11. Dezem­ber) lief es noch ein­mal fast genau­so ab.

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November zu mild und nass

Olbern­hau: Der Novem­ber, der gefühlt grau­es­te und tris­tes­te Monat des Jah­res, schaff­te es die­ses Jahr lei­der wie­der ein­mal nicht, die ohne­hin weni­gen Soll-Stunden an Son­nen­schein zur Erde zu schi­cken. Nur 31 Stun­den, was 64 Pro­zent ent­spricht, wur­den es.

Die Tem­pe­ra­tu­ren dage­gen folg­ten einem ande­ren Trend. Mit Aus­nah­me des Vorjahres-Novembers schließt er zum neun­ten Mal in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren zu mild ab. Deut­lich spür­bar war das einer­seits an den nur fünf Näch­ten mit Frost, der zudem mit einem Mini­mum von minus 1,5 Grad noch sehr mode­rat aus­fiel.

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Oktober – Sturmtiefs, Regen, aber auch Sonne

Olbern­hau: Maß­geb­lich bestimmt wur­de das Wet­ter im Okto­ber von drei zum Teil unge­wöhn­li­chen Sturm­tiefs. Sturm­tief Num­mer eins namens „Xavier“ stürm­te am 5. Okto­ber haupt­säch­lich nörd­lich unse­rer Regi­on. Ein­zel­ne Böen bis zur Stär­ke 8 gab es in Olbern­hau den­noch. Viel mehr spiel­te an die­sem Tag, so wie wäh­rend der gesam­ten ers­ten Monats­de­ka­de, der Nie­der­schlag die gro­ße Rol­le. Bis zum 10. Okto­ber fiel mit über 54 Liter pro Qua­drat­me­ter bereits mehr Regen als im Mit­tel für einen gesam­ten Okto­ber. Am Monats­en­de stand mit 117,7 Liter soviel Regen zu Buche wie seit 1981 nicht mehr.

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September ohne Spätsommer

Olbern­hau: Die Meteo­ro­lo­gen schlie­ßen zwar den Som­mer bereits am 31. August ab, kalen­da­risch pas­siert das bekannt­lich erst reich­lich drei Wochen spä­ter. In die­se Zeit fiel in der Ver­gan­gen­heit so man­che Spät­som­mer­pha­se. Nicht so in die­sem Jahr.

Der Sep­tem­ber­auf­takt ging gehö­rig dane­ben. Abge­se­hen von einem kom­plett ver­reg­ne­ten ers­ten Tag, war die ers­te Monats­hälf­te die käl­tes­te seit sie­ben Jah­ren. Nur am 5. und 6. Sep­tem­ber müh­te sich die Tages­höchst­tem­pe­ra­tur gera­de so über die 20 Grad-Marke. Im ver­gan­ge­nen Jahr stan­den in die­sem Zeit­raum sechs Som­mer­ta­ge über 25 Grad zu Buche. Im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes fri­schen Wind in die wei­test­ge­hend lang­wei­li­ge Groß­wet­ter­la­ge brach­te ein Sturm­tief mit Wind­spit­zen der Stär­ke 6 in Olbern­hau vom 13. bis 15. Sep­tem­ber.

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August – Temperaturtrend fortgesetzt

Olbern­hau: So wie in die­sem Som­mer meist üblich, leg­te auch der Monat August eine Berg-und Tal­fahrt bei den Tem­pe­ra­tu­ren hin. Der Monat begann gleich mit knapp 32 Grad, also einem hei­ßen Tag. Schön eigent­lich, aber den auch noch recht mil­den spä­ten Abend ver­darb ein Gewit­ter mit Stark­re­gen. Durch­weg Som­mer adè hieß das zum Glück aber noch nicht.

Bis zum 9. August ver­blie­ben die Tem­pe­ra­tu­ren im som­mer­lich mil­den Bereich mit nur sehr weni­gen Schau­ern. Der schlei­chen­de Rück­zug des Som­mers begann in der Nacht zum 10. August, erneut mit einem teils kräf­ti­gen Gewit­ter und Stark­re­gen. Es folg­ten bis Monats­en­de zwar noch eini­ge Som­mer­ta­ge über 25 Grad, aber auch sechs Tage an denen die 20-Grad-Marke zum Teil deut­lich ver­fehlt wur­de.

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Wechselhafter Juli

Olbern­hau: Zahl­rei­che Unwet­ter­war­nun­gen beherrsch­ten im zurück­lie­gen­den Monat Juli die Wet­ter­vor­her­sa­gen in den Medi­en. Im Gegen­satz zu wei­ten Tei­len Deutsch­lands tra­fen die­se im Raum Olbern­hau glück­li­cher­wei­se über­haupt nicht zu. Weder kräf­ti­ge Gewit­ter noch Stark­re­gen tra­ten hier auf.

Da sich den gesam­ten Monat kein sta­bi­les Hoch über Mit­tel­eu­ro­pa fest­set­zen woll­te, kam es, wie so oft, zu einem typisch wech­sel­haf­ten mit­tel­eu­ro­päi­schen Som­mer­mo­nat. Die Wet­ter­sta­ti­on in Olbern­hau zeich­ne­te im Schnitt an zwei von drei Tagen Nie­der­schlag auf. Nur zwei­mal kamen dabei Men­gen pro Tag im zwei­stel­li­gen Bereich zusam­men. So ver­wun­dert es letzt­lich nicht, dass die Monats­sum­me mit 92,4 Litern pro Qua­drat­me­ter fast genau im lang­jäh­ri­gen Mit­tel liegt. Mit durch­schnitt­lich 93 Litern ist der Juli ohne­hin der nie­der­schlag­reichs­te Monat des Jah­res.

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Wärmster und sonnenscheinreichster Juni

Olbern­hau: Der meteo­ro­lo­gi­sche Som­mer­an­fang am 1. Juni brauch­te sich mit viel Son­nen­schein und ange­nehm mil­den Tem­pe­ra­tu­ren von 20 Grad nicht zu ver­ste­cken. Bis zum Pfingst­sams­tag (3.) stei­ger­te sich die Wär­me sogar auf 26,6 Grad. Eine Ein­lei­tung auf schö­ne, son­ni­ge Pfingst­fei­er­ta­ge war das aller­dings nicht. Im Gegen­teil. Mit nur noch 13 Grad und kräf­ti­gen Schau­ern ver­mies­te das Wet­ter aus­ge­rech­net nahe­zu den gan­zen Pfingst­sonn­tag. In nur 20 Stun­den fie­len tag­über­grei­fend 26,5 Liter Nie­der­schlag pro Qua­drat­me­ter, fast exakt die glei­che Men­ge wie im gesam­ten Monat Mai. Die Natur hat­te die­sen Regen bit­ter nötig. In der Fol­ge ent­wi­ckel­te sich ein ste­tes Temperatur-Wechselspiel von Tag zu Tag in einer Span­ne von etwa 17 bis 27 Grad. Immer der gro­ße Gewin­ner dabei: die Son­nen­schein­dau­er. Meist blieb es tro­cken. Eini­ge Schau­er mit nur gerin­gen Men­gen brach­ten nur den Effekt des berühm­ten Trop­fens auf den hei­ßen Stein.

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Mai – Wonnemonat mit fünf Sommertagen

Olbern­hau: Die schon seit Mit­te April vor­herr­schen­de küh­le Wet­ter­pha­se mit Nacht­frös­ten und nur sehr ver­hal­te­nen Tages­tem­pe­ra­tu­ren setz­te sich auch Anfang Mai fort. Kurz vor dem plan­mä­ßi­gen Beginn der Eis­hei­li­gen sank das Ther­mo­me­ter am Mor­gen des 10. Mai auf minus 2,2 Grad. Unmit­tel­bar über dem Erd­bo­den sogar auf minus 3,2 Grad. Tags zuvor stieg die Tages­höchst­tem­pe­ra­tur mit Mühe gera­de so auf 7 Grad, das ent­spricht März­ni­veau. Aus meist dich­ten Wol­ken, die der Son­ne weni­ge Lücken boten, reg­ne­te es aber auch nur gele­gent­lich gerin­ge Men­gen. Doch die Wet­ter­la­ge stell­te sich mit Beginn der zwei­ten Monats­de­ka­de lang­sam um. Zunächst gelang den Tem­pe­ra­tu­ren der nach­hal­ti­ge Schritt über die 20-Grad-Marke. Die Fol­ge: Ein Gewit­ter am 14. Mai gegen Mit­tag mit 13,3 Litern drin­gend benö­tig­ten Regens. Dies soll­te aber auch der letz­te nen­nens­wer­te Regen bis Monats­en­de gewe­sen sein. Die Son­ne hat­te eini­ges auf­zu­ho­len und strahl­te häu­fig vom nahe­zu wol­ken­lo­sen Him­mel bis zu 15 Stun­den am Tag.

Der ers­te Som­mer­tag (25 Grad sind dafür nötig) ließ nicht lan­ge auf sich war­ten und konn­te am 18. Mai mit 25,1 Grad regis­triert wer­den. Eine Niederschlags-/Gewitterfront erreich­te am 19. Mai die Regi­on nicht. Neben der Wär­me, die sich bis zum Höhe­punkt am 29. Mai auf 29,1 Grad stei­ger­te, nahm somit auch die Tro­cken­heit wei­ter zu.

Mit nur einem Drit­tel der nor­ma­len Nie­der­schlags­men­ge gehört der Mai 2017 zu den vier tro­ckens­ten Mai-Monaten seit 1951 in Olbern­hau. Dafür gelan­gen dem Monat mit fünf Som­mer­ta­gen so vie­le, wie sie nur alle fünf bis sechs Jah­re auf­tre­ten.

D. Chris­toph

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