Olbernhau: „Ist bis Dreikönig (6. Januar) kein Winter, so bekommt er fünf bis sieben Kinder“. Diese Bauernregel wird zur Zeit gern zitiert. Die Anzahl dieser kleinen Wintereinbrüche, die damit gemeint sind, sollte man sicher nicht ganz so wörtlich nehmen. Das Prinzip aber ist offensichtlich in diesem Jahr und ganz besonders im Februar sehr zutreffend.
Wie im schon Januar fehlte auch im zweiten Monat des Jahres ein stabiles Winterhoch, das die Tiefs vom Atlantik hätte fernhalten können. Diese wiederum sorgten in der ersten Dekade anfangs sogar für zweistellige Tagestemperaturen und frostfreie Nächte. Viele Wolken ließen der Sonne wenig Raum, dafür blies der Wind, selbst im Flöhatal, häufig recht kräftig. Bedingt (wieder einmal) durch böhmischen Wind und Hochnebel, musste sich am 5. Februar die Region mit 3 Grad begnügen, während zum Beispiel im Westerzgebirge örtlich bis zu 16 Grad gemessen werden konnten.